Joshua

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Inhalt

Die Welt der Familie Cairn ist in Ordnung. Vater Brad ist Banker an der Wall Street, Mutter Abby hat soeben Sprössling Lily zur Welt gebracht und der neunjährige Joshua ist ein kluges, virtuos Klavier spielendes Wunderkind. Jeder, der ROSEMARY'S BABY oder THE BAD SEED kennt, weiß aber, dass man einer solchen Idylle nicht trauen darf.

Die perfekte Fassade bekommt Risse, als sich Baby Lily als nicht zu tröstender Schreihals entpuppt, ganz wie einst der große Bruder. Abbys Verzweiflung wächst, ein zweites Mal hält sie das nicht durch. Joshua seinerseits reagiert ungewöhnlich gelassen für einen Jungen seines Alters, fast ungerührt. Denn er hat einen Plan.


In kleinen Schritten nimmt der psychologische Horror seinen Lauf und geübte Augen erkennen in dem Jungen einen Meister der Manipulation, der in der Dunkelheit und in aller Stille mit federleichter Hand die Nerven seiner Eltern und des Zuschauers blank legt. Ohne übernatürlichen Schnickschnack reiht sich JOSHUA in die Elite der besten Thriller ein und beschreitet einen sehr dunklen Pfad.
Dieses Kind ist furchterregend!


Regisseur George Ratliff versteht sein Handwerk und lässt das Publikum die Puzzleteile des Entsetzens selbst zusammensuchen.

Darsteller: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Celia Weston, Dallas Roberts
Michael McKean, Jacob Kogan

Regie: George Ratliff
Drehbuch: George Ratliff, David Gilbert
Kamera: Benoît Debie
Schnitt: Jacob Craycroft
Musik: Nico Muhly
Produktionsdesign: Roshelle Berliner
Kostüme: Astrid Brucker
Produzenten: Johnathan Dorfman
Koproduzenten: George Paaswell
Ausführende Produzenten: Temple Fennell, Dan O'Meara




LESETIPPS DER STIFTUNG LESEN

Elizabeth George
Auf Ehre und Gewissen
Goldmann Verlag, München 2005, 467 S., € 5,-


In dem englischen Elite-Internat Bredgar Chambers wird die Leiche eines Schülers gefunden. Der 13-jährige Matthew Whateley wurde gefoltert und grausam ermordet. Inspector Linley und seine Kollegin Barbara Havers von Scotland Yard treffen auf einen schier undurchdringbaren Ehrenkodex, der ihre Ermittlungen immer wieder erschwert. Spannender Krimi, der unter die Haut geht.


Mary Higgins Clark
Hab acht auf meine Schritte
Heyne Verlag, München 2007, 448 S., € 8,95


Liza Barton ist erst zehn Jahre alt, als sie ihre Mutter vor deren Ex-Freund retten will. Im Handgemenge erschießt sie aber ihre Mutter und macht sich damit zu Waise. Doch damit nicht genug, wird ihr auch noch vorgeworfen, ihre Mutter aus Eifersucht vorsätzlich umgebracht zu haben. Mit Hilfe ihrer Pflegefamilie und der Änderung ihrer Identität denkt Liza, sie habe das Trauma überwunden. Doch als ihr Mann ihr zufällig als Geburtstagsüberraschung ein Haus kauft, ihr altes Elternhaus, prasseln alle traumatischen Erinnerungen wieder auf sie ein. Und dann versucht jemand, ihr wieder einen Mord in die Schuhe zu schieben...


Robert Musil
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Rowohlt Verlag, Reinbek 2002, 139 S., € 6,95


Der Junge Törleß wird von seinen Eltern zur Ausbildung auf eine Militärschule geschickt. Dort leidet er unter Einsamkeit und Langeweile. Mit seinen Schulkameraden Beineberg und Reiting erfährt er eines Tages, dass ihr unbeliebter Mitschüler Basini gestohlen hat. Beinerberg und Reiting beschließen den Jungen zu bestrafen und beginnen, ihn zu quälen. Während sie ihre Machtposition ausnutzen und die Praktiken gegenüber dem Jungen immer gemeiner werden, stellt sich Törleß philosophischen Fragen zum Sinn des Daseins.

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